Sprungbrett Mainz e.V. > Das Leben bei uns

Das Leben bei uns

 

Hier ein kleiner Einblick über das Leben bei uns: Das Leben in einer Gruppe bestehend aus unterschiedlichen Charakteren, das trägt zum einen zu einem stets lebendigen und angenehmen Alltag bei, zum Anderen kann es durch die verschiedenen Verhaltens- und Denkweisen der Bewohner und Bewohnerinnen  durchaus auch zu Konflikten kommen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Pädagogen und Pädagoginnen ist deshalb, den Bewohnern und Bewohnerinnen Lösungsstrategien nahe zu bringen, damit sie in Konfliktsituationen ein angemessenes Verhalten an den Tag legen.

 

Als wichtig erachten wir deshalb gemeinsame Gruppentreffen und freizeitpädagogische Aktivitäten. Nicht nur um die Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen zu fördern und soziale Bindungen innerhalb der Gemeinschaft zu stärken, sondern auch um jedem Einzelnen  alternative Freizeitaktivitäten nahe zu bringen. Die Bewohner und Bewohnerinnen erweitern somit ihren Beschäftigungsradius und außerdem wird ihre Kreativität gefördert.

 

 

Gemeinsame Kochabende

 

Mit einem Pädagogen setzt sich die Gruppe zusammen und überlegt, welches Gericht zubereitet werden soll und welche Zutaten dafür eingekauft werden müssen. Im Vordergrund steht hier das (Wieder-) Erlangen eines gesunden Essverhaltens, das bei vielen Jugendlichen durch unausgewogene Ernährung ersetzt wurde.

Während des Kochens erleben und erlernen die Bewohner und Bewohnerinnen den Umgang mit Küchenhilfsmitteln, verschiedene Formen der Zubereitung gesunder Nahrungsmittel bis hin zum Decken eines Tisches und den anschließenden Reinigungstätigkeiten.

Aber beim Kochen geht es nicht nur um die Nahrungszubereitung, es soll zudem eine angenehme Atmosphäre geschaffen werden, in der ein konstruktives Kommunikationsklima entstehen kann. 

 

 

tl_files/sprungbrett_mainz/Sprungbrett_e_V/Kino2.JPG 

Unsere Gruppe vor dem Kino

 

Einmal in der Woche findet der Gruppenabend mit wechselnden Aktivitäten statt.  Ziel ist neben der Stärkung des Gruppenzusammenhalts, das Erlernen von sozialen Umgangsformen (Interaktionen) – Spaß gehört natürlich auch dazu.  

Die Gruppe kocht zusammen, geht ins Kino, grillt am Rhein, spielt im Volkspark Fußball oder macht z.B. einen Spieleabend.

Freitags schließen wir die Woche mit „Kaffee und Kuchen“ ab.

 

 

Die Hausarbeit

 

Auch der Bereich der Haushaltführung und Sauberkeit ist ein Element, der Teil der Betreuungsinhalte darstellt. Mithilfe der Anleitung durch die Pädagogen können die Bewohner jene Fähigkeiten erlernen, die zur Führung eines eigenen Haushalts notwendig sind. Denn schließlich ist das Ziel der Betreuung, die Verselbstständigung der Bewohner und Bewohnerinnen in eigenem Wohnraum. So sind sie dazu aufgefordert, ihre Wäsche eigenverantwortlich zu reinigen, und den Zustand ihres Zimmers in Ordnung zu halten. Regelmäßige Zimmerkontrollen dienen dazu, die Kontinuität hierbei sicherzustellen. Darüber hinaus stellen unsere Putzpläne eine Möglichkeit für die Bewohner dar, gemeinsam Verantwortung für den Zustand der allgemeinen Räumlichkeiten zu übernehmen, und somit Sinn für Sauberkeit und Hygiene zu verinnerlichen.

 

 

Berufliche Perspektive

 

Im Hinblick auf die berufliche Qualifizierung der Bewohner besteht eine intensive Zusammenarbeit mit ortsansässigen Beschäftigungs- und Arbeitsprojekten (CJD/SPAZ/IB etc.), die ihnen Arbeitsplätze und überbetriebliche Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Hierbei arbeiten wir eng mit der Bundesagentur für Arbeit (Bereich Berufsberatung) zusammen. Ziel bleibt jedoch, die Bewohner in Ausbildung und feste Arbeit auf dem freien Arbeitsmarkt zu integrieren. Darüber hinaus unterstützt und fördert unsere Einrichtung die schulische Laufbahn der Jugendlichen, in allen Schulzweigen. Hierbei streben wir eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Lehrkörpern an.

 

Sprungbrett e.V. bietet auch die Möglichkeit für Bewohner und Bewohnerinnen, an unserem Arbeitstrainingsprojekt teilzunehmen.

Jugendliche und junge Volljährige, die den Schritt in ein Arbeitsverhältnis außerhalb von Sprungbrett e.V. noch nicht bewältigen, bekommen die Möglichkeit, sich im hausinternen Arbeitstrainingsprojekt, an eine regelmäßige Teilnahme am Arbeitsleben zu gewöhnen.

 

Durch Betreuung und Anleitung in diesem Qualifizierungsprojekt sollen die Bewohner eine Tagesstruktur erhalten und  die notwendigen Voraussetzungen für die Integration auf dem freien Arbeitsmarkt erwerben.

 

Die Förderung zielt hierbei auf die Erweiterung sozialer Kompetenzen für das zukünftige Arbeitsleben und die Stärkung sowie Stabilisierung des Selbstwertgefühls.

 

Darüber hinaus sollen die Bewohner eine realistische Selbsteinschätzung

über persönliche Fähigkeiten und Grenzen erlangen. Schließlich sollen Arbeitstugenden wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit in einem Team zu arbeiten erlernt werden.